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Naturschützer finden Eremit im Querumer Forst PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ralf Beyer   
Sonntag, den 23. Mai 2010 um 22:34 Uhr

 

Eremit

Bild-Quelle: Wikipedia

 

Naturschützer fanden am 17.5.2010 Hinweise auf das Vorkommen eines hoch geschützten Käfers (Osmoderma eremita) im Querumer Forst. Wenige Tage später titelte die Neue Braunschweiger am 23.5.2010 auf ihrer ersten Seite "Eremit entdeckt": Die Flughafengesellschaft habe mitgeteilt, dass auf dem geplanten Erweiterungsgelände des Flughafens eine Larve des geschützten "Eremiten" (ein Käfer) entdeckt worden sei. Die Bauarbeiten könnten aber trotzden fortgesetzt werden.

 

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Protestaktionen der BI-Baumschutz: Der Natur zum Recht verhelfen - erste Aktion am Donnerstag 15 Uhr PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Redaktion   
Sonntag, den 23. Mai 2010 um 19:44 Uhr

Aktion der BI - Baumschutz vor der Umweltbehörde der Stadt

Die Bürgerinitiative Baumschutz ruft aufgrund der aktuellen Vorgänge von Naturzerstörung und wegen grober Mißachtung von Natur- und Artenschutz zu Protestkundgebungen bei den verantwortlichen Behörden und Parteien auf.
In dem Aufruf der BI heißt es:

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Querumer Forst - Naturschützer wehren sich PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ralf Beyer   
Freitag, den 21. Mai 2010 um 21:22 Uhr

Von Naturschützern im Querumer Forst entdeckt: Larven vermutlich hoch geschützter Tiere

 

Aufforderung an:

 

  • Nds. Ministerium für Umwelt (Hans-Heinrich Sander)

  • Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Dr. Wichard von Stülpnagel)

  • Umweltamt der Stadt Braunschweig (Christiane Costabel)

  • Struktur-Förderung Braunschweig GmbH (Ingo Loof)

  • Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH (Boris Gelfert)

 

Im Querumer Forst werden für den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg von der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH als Vorhabensträgerin im Auftrag der Struktur-Förderung Braunschweig GmbH Rodungen vorgenommen, obwohl Untersuchungen von Naturschützern vor Ort Hinweise auf das Vorkommen von Osmoderma eremita, Elateridae und weiterer Holzkäferarten ergeben haben. Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Braunschweig wurde hiervon am Abend des 17.5.2010 in Kenntnis gesetzt. Am Morgen des 18.5.2010 hat die Untere Naturschutzbehörde im Beisein von Zeugen eine Fundstelle in Augenschein genommen und die mit Rodungen auf dem Gelände beauftragte Firma angewiesen, die Fundstelle aus Gründen der Beweissicherung nicht zu verändern. Die Untere Naturschutzbehörde wollte darüber hinaus veranlassen, dass die Fundstelle und das umgebende Gelände am 20.5.2010 durch einen Fachgutachter begutachtet werden.

 

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Hochgeschützte Tier-Art im Querumer Wald - Behörden wußten von nichts PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Rosenbaum   
Donnerstag, den 20. Mai 2010 um 19:15 Uhr

wahrscheinlich Larven des Eremiten-Käfers auf Rodungsfläche entdeckt

Nicht etwa die Umweltbehörde hat diese unter hohem Naturschutz stehende Käferart entdeckt, auch nicht die Fachfirma Lareg, die die Abholzungen und auch die überhasteten Rodungen eigentlich wegen des Tier- und Artenschutzes zu überwachen hat, sondern ganz normale Bürger.

Jetzt müssen die gefundenen Larven untersucht werden.
Auf der Rodungsfläche wurden große Restflächen, die noch nicht den in den letzten Tagen unter Hochdruck laufenden Rodungen zum Opfer gefallen sind, abtrassiert.

Man darf gespannt sein, wie sich nun nicht nur die Umweltbehörde, sondern vor allem auch die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die noch den Freibrief für die Rodungen über und unter der Erde mitten in der Vegetationszeit ausgestellt hat, darauf reagiert.

Nicht nur Bürgerinitiativen und Umweltverbände fordern nun mit Nachdruck die sofortige Einstellung der Naturvernichtung
inmitten der Vegetationszeit.

 
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Keine Rodung und keine Baustelle im Querumer Forst? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ralf Beyer   
Sonntag, den 16. Mai 2010 um 12:08 Uhr

Im Zuge des Flughafenausbaus werden zur Zeit trotz eines Verbots mitten in der Vegetationsperiode vom 1. März bis zum 30. September im Querumer Forst Rodungsarbeiten durchgeführt. Die Braunschweiger Zeitung titelte zutreffend am 6. Mai 2010: „Am Flughafen beginnt Wurzelrodung“. Die gerodete Fläche ist auch für einen Laien gut erkennbar.

 

Wurzelstuken

Quelle: www.waggum.de

 

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Vorsätzliche Verfälschung des Planfeststellungs-Beschlusses PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Rosenbaum   
Freitag, den 14. Mai 2010 um 09:45 Uhr

 

nachträgliche Verfälschung eines gerichtlich bestätigten Beschlusses

 

Ein Freibrief musste her, weil die Flughafen-Ausbauer wegen des vereisten Bodens bis Ende Februar zwar  das Fällen der Bäume schafften, aber nicht mehr das  Herausholen des Wurzelwerks.

Als das absehbar war, wurde die zuständige Landesbehörde (Nieders.Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr) am 6.2.2010 eingeschaltet und um eine "Klarstellung", gebeten, dass die rechtlich bindende Vegetationsperiode vom 1. März bis 30.September ganz anders zu verstehen sei, als im Planfeststellungsbeschluß vom Januar 2007 geschrieben steht.


 

Während  im Planfeststellungsbeschluss steht, dass während der Vegetationszeit vom 1. März bis 30. September auf baubedingte Rodungen zum Schutze von Tier- und Pflanzenwelt zu verzichten sei, reduziert obiger Freibrief das "Schutzobjekt" auf die Vögel, Nester und Eier.

Die übrigen Tierpopulationen und die Pflanzenwelt im Planfeststellungsbeschluss werden einfach wegdefiniert.

 

Als weitere Manipulation wird der Begriff der "Rodungen" wird auf das Fällen der Bäume umdefiniert, was aber das "Entfernen der Wurzelstrünke" nicht umfasse.


Am Ende wird dann auch noch - für alle Fälle - "klargestellt", dass "sämtliche erforderlichen Befreiungen und Ausnahmen" dem Planfestellungsbeschluss zum Vegetationsschutz nicht entgegenstünden.


Auf diesen Freibrief stützen sich nun die Ausbaubefürworter von SPD und CDU, die im Rat der Stadt Braunschweig verpflichtet gewesen wären, das rechtswidrige Vorgehen der Flughafengesellschafter VW, Wolfsburg und Braunschweig zu stoppen.


Das Verwaltungsgericht ist nun am Zuge. Darauf verlassen wollen sich die

Bürgerinnen und Bürger vor Ort allerdings nicht, sie stoppten am Donnerstag - am Feiertag! - erneut die große Rodungsmaschinerie, die Arbeiter wurden nach hause geschickt.


 

 

 
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